Knöllchenexperte

Gelegentlich ist es schwer einen freien Parkplatz zu erwischen, insbesondere wenn man lauffaul ist und mit möglichst wenigen Schritten zum eigentlichen Ziel gelangen will. So erging es mir am 9. Dezember, und ich stellte das Auto kurzerhand auf einen freien Nichtparkplatz ab. Nach Ende der Veranstaltung hatte ich ein Knöllchen unter dem Scheibenwischer.

Wenige Tage später erhielt ich die offizielle Verwarnung und die Aufforderung ein «Verwarngeld» von 15 Euro zu zahlen.  Und natürlich habe ich gezahlt. Nach weiteren vierzehn Tagen erhielt ich erneut eine solche Verwarnung. Ich antwortete:

    Pinneberg, den 1. Januar 2016
    Sehr geehrter Herr …,
    pünktlich zum Ende des alten Jahres erhielt ich Ihre Verwarnung mit Verwarngeld. Ihr Schreiben trägt das Datum von Dienstag dem 29. Dezember.
    Gerne würde ich die 15,– Euro an die Stadtkasse überweisen, käme es dann doch der hochverschuldeten Stadt zugute. Allerdings erhielt ich wegen desselben Vergehens bereits eine Verwarnung der Landespolizei (Zentrale OWI-Stelle in Neumünster).
    Nicht nur, dass die Polizei mein Vergehen eine halbe Stunde früher feststellte als Ihre „Frau 004“, hat sie diesen zeitlichen Vorteil zudem stark ausgebaut. Bereits 336 Stunden früher stellte die Zentrale OWI-Stelle die Verwarnung aus. Deren Schreiben mit dem Aktenzeichen 511…. ist nämlich von Dienstag dem 15. Dezember.
    Sie werden verstehen, dass ich nicht abwarten konnte ob eventuell auch die Stadt Pinneberg eine Verwarnung schicken würde. Ich habe natürlich schnellstmöglich das geforderte Verwarngeld an die Landeskasse überwiesen.
    Langen Schreibens kurzer Sinn: Ich bin nicht mit einer zweiten Verwarnung für dasselbe Vergehen einverstanden und werde daher das zweite Verwarngeld nicht zahlen.
    Mit freundlichen Grüßen

Meinem Widerspruch wurde stattgegeben.

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