Mindestlohn: ein Schritt zu einer gerechteren Gesellschaft

Gastkommentar im „TIP Tageblatt am Sonntag“ vom 17. März 2013

Fair bezahlt werden zu wollen, ist eigentlich der Ruf nach einer Selbstverständlichkeit. Aber eben nur eigentlich. Tatsächlich wächst die Zahl derer, die trotz Vollzeitbeschäftigung ihr Einkommen mit Leistungen nach Hartz IV aufstocken müssen.

Der Mittelstand, so war an dieser Stelle zu lesen, sei nicht nur das Rückgrat der Wirtschaft, sondern zahle auch vernünftige Gehälter und Löhne, von denen auch eine Familie versorgt werden könne. Wenn das denn so ist, kann dem Mittelstand ein flächendeckender Mindestlohn: ein Schritt zu einer gerechteren Gesellschaft weiterlesen

Peer S. und die Transparenz

Der Kanzlerkandidat der SPD                                                 Erstveröffentlichung November 2012

Viele haben bereits die offensichtliche Nähe des Kandidaten zu Banken kritisch bewertet.[1] Auch sein unglaublicher Honorarauftritt bei der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer wurde vielfach aufgegriffen. Die hatte nämlich u.a. „den Entwurf für das Finanzmarktstabilisierungsgesetz maßgeblich formuliert, das in Steinbrücks Amtszeit Peer S. und die Transparenz weiterlesen

Wir müssen mehr in die sozialen und demokratischen Bewegungen gehen

Klaus-Dieter Brügmann, Sprecher des Landesvorstandes der Linken in SchleswigHolstein im Interview mit den Politischen Berichten

erschienen im September 2012 nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein

Auf dem Landesparteitag am 10. Juni 2012 in Neumünster wurde Klaus-Dieter Brügmann zum Sprecher des Landesvorstandes der Linken in Schleswig-Holstein gewählt. Er ist 61 Jahre alt, von Beruf Datenbankentwickler und seit 2010 im Landesvorstand. Zugleich ist Klaus-Dieter Brügmann Sprecher des Kreisverbandes Pinneberg. Wir müssen mehr in die sozialen und demokratischen Bewegungen gehen weiterlesen

Von der PPP-Falle

Kreishaus Pinneberg
Zeit für eine grundsätzliche Bewertung von PPP oder ÖPP
Erstveröffentlichung 23. Februar 2009

„Die Idee, ein neues Kreishaus in einer so genannten ÖPP zu realisieren, ist schon gescheitert. In den letzten Tagen und Wochen sind die unkalkulierbaren Risiken offensichtlich geworden.“, heißt es in einer Erklärung von Kreistagsfraktion und Vorstand der Partei DIE LINKE. Von der PPP-Falle weiterlesen

Where is the beef?

Erstveröffentlichung 14. Dezember 2008

„Where is the beef?“, fragte vor einigen Jahren eine alte Dame in einem US-Werbespot einer Burgerkette als sie das labberige Brötchen der Konkurrenz auseinanderklappte. Wo ist die Substanz, muss man fragen, liest man den Aufsatz „Marx und Westerwelle im Mund – und was im Sinn?“ von W. H.. Machen wir uns auf die Suche, räumen Brötchen, Salatblatt und Ketchup bei Seite. Suchen wir, was übrig bleibt. Where is the beef? weiterlesen

Wir verscherbeln unser Oma ihr klein Häuschen

Erstveröffentlichung 9. Dezember 2007

Oder: Das Lehrstück vom Kreishaus

Wenige Gehminuten vom Pinneberger Bahnhof gelegen, steht das 1978 gebaute Kreishaus. Auch der Marktplatz, vorbei am Pinneberger Rathaus, ist bequem zu Fuß zu erreichen. Tat­sächlich ist das Kreishaus ein „Gebäudeensemble“, das auf einem 12.757 m2 großen Gelände zwischen Lindenstraße, Moltkestraße und Drosteipark liegt. Wir verscherbeln unser Oma ihr klein Häuschen weiterlesen

Karasek, für manche auch Karasack

Erstveröffentlichung Mai 2006

Nachdem Heide Simonis nicht wieder zur Ministerpräsidentin Schleswig-Holsteins gewählt wurde – einer ihrer SPD-Genossen hatte gewissenlos sein Gewissen entdeckt und das Land an Peter Harry Carstensens CDU ausgeliefert – verzog sie sich nicht auf ihr Altenteil, sondern sann darüber nach, wie sie ihre Prominenz für UNICEF gewinn­bringend einsetzen könnte. So kam es, dass sie gegen Gage an einem RTL-Promi-Tanzwettbewerb teilnahm. Karasek, für manche auch Karasack weiterlesen

Mehr Achtung vor dem Leser, bitte

Geschrieben zur Zeit der Rechtschreibreform                           Erstveröffentlichung April 2006

Oft ist das Denken schwer, indes | das Schreiben geht auch ohne es. Wilhelm Busch

Um die »richtige« Schreibung tobte ein wahrer Krieg durch das Land. Jeder, der in der Lage war, Buchstaben auf Papier zu bringen, fühlte sich zum Fachmann berufen. Seitenweise veröffentlichten Zeitungen und Zeitschriften Leserbriefe. Pro und Kontra wogten hin und her. Leidgeprüfte Redakteure waren dazu verurteilt, haufenweise Schreibweisen zu korrigieren, die von keiner Rechtschreibung gedeckt wurden. Ich möchte nicht wissen, wieviele Journalisten darüber zum Alkoholiker wurden. Per Volksentscheid erreichte Mehr Achtung vor dem Leser, bitte weiterlesen

Theaterexperten

Erstveröffentlichung April 2005

Nach der Jahrtausendwende jagt ein Jahrestag den anderen. Starb der eine vor einhundertfünfzig Jahren, so erblickte der andere just zu der Zeit das Licht der Welt. Der geneigte Leser weiß, hier sind Heinrich Heine und Sigmund Freud gemeint. Ein dritter, Albert Einstein, war, obwohl erst fünfzig Jahre tot, eine Weile Mittelpunkt der Jahrestagsbegeher. Ein vierter, Friedrich Schiller, wurde gefeiert, wie kein zweiter. Vermutlich weil er schon so lange tot ist. Der zweihundertste Todestag Friedrich Schillers und das ausgerufene »Schillerjahr« boten Anlass zu allerlei erbaulichen Harlekinaden. Eine lieferte unser aller Bundes-Köhler. Er hielt eine Rede und ich schrieb einen Brief ans »Hamburger Abendblatt«.

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Schulexperten

zu einem unveröffentlichten Leserbrief vom Mai 2004

Im Frühjahr 2006 wenden sich Lehrer der Rütli-Schule in Berlin mit einem Brief an die Öffentlichkeit, um auf die unerträgliche Situa­tion an ihrer Schule aufmerksam zu machen. Das war nichts wirklich Neues. Zwei Jahre zuvor sorgte beispielsweise der Brief einer Hamburger Haupt- und Realschullehrerin für einige Diskussionen. Für sie war die mangelnde Erziehungsbereitschaft der Eltern das verantwortliche Grund­­übel für Respekt- und Rücksichtslosigkeit der Schüler.

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